Goblin 500 – der besondere Newcommer für Experten

Goblin 500

Als der bis dahin in der RC-Heli-Szene eher unbekannte Hersteller SAB aus Italien im Jahr 2011 den Goblin 700 vorstellte, schlug das in Vielen Punkten andere Konzept des Herstellers von Anfang an große Wellen. Der Neuling konnte sich aufgrund positiver Kritik aber sehr schnell seinen Platz erarbeiten. Seit einiger Zeit bietet SAB zusätzlich zum großen 700er, der so groß ist wie ein 90er Verbrenner Heli auch kleinere Modelle an. Einen 630er (50er Baugröße) und einen 500er mit dem wir uns hier befassen möchten. Der 500er ist mit rund 1,10 m Rotordurchmesser noch in einer Größe die ihn für Aufsteiger von reinen Anfänger-Helis interessant macht.

Was ist in der Packung

Was bekommt man nun für die rund 600,- € die man für das Kit auf den Tisch des Modellbauhändlers oder die virtuelle Kasse des Online-Versenders legen muss. Wie in der Expertenklasse üblich handelt es sich beim Goblin nicht um ein RTF Set, sondern der Heli kommt in Einzelteilen, ordentlich verpackt in einem relativ kleinen Karton. Der Karton enthält die Teile für den Aufbau des Chassis, die voluminöse Haube. Das mächtige Heckrohr und alle anderen mechanischen Komponenten. Auch Rotorblätter und Heckrotorblätter sind bereits dabei.

Goblin 500 Technik

Gesondert beschaffen muss man dementsprechend noch einen Motor, einen Regler, 3 Taumelscheibenservos und ein Heckservo, so wie ein Flybarless-System und natürlich eine Fernlenkanlage, die bei den meisten RC-Heli-Piloten dieses Skill-Levels warscheinlich schon vorhanden ist. Bei dem getesteten Heli war eine hochwertige Elektronikausstattung verbaut:

  • Motor: Scorpion HKIII-4020-1100KV V3 (ca. 170,- €)
  • Regler: YGE 120 LV (ca. 200,- €)
  • Taumelscheibenservos: 3x Graupner HBS 660 BB MG HV (zusammen rund 250,- €)
  • Heckservo: Graupner HBS 770 BB MG HV (ca. 85,- €)
  • Empfänger / Flybarless System: AR7200 BX + Sattelit (ca 175,- €)

Geflogen wird mit 6S 4000er Akkus. Insgesammt sind also ohne Akku und Fernlenkanlage Komponenten im Wert von knapp 900,- € verbaut. der Fertige Goblin kostet also allein rund 1500,- € an Bauteilen. Verwendet man einfachrere Komponenten so kann man sicher rund 300,- € sparen, über 1.000,- landet man aber sicher immer.

Bevor es ans Fliegen geht will der Goblin erst mal zusammen gebaut werden. Neben der Anleitung kann hierbei ein Baubericht aus einem Heli Forum durchaus weiter helfen. Insgesammt geht der Bau aufgrund der guten Qualität der gelieferten Teile gut von statten. Man sollte aber schon Spaß am Bauen haben, denn  an einigen Stellen muss schon noch geschliffen und sogar gebohrt werden. Gutes Heli-Werkzeug, eine Pitchlehre und eine Flasche Loctite 243 sollten auf jeden Fall zur Ausstattung der Modellbauwerkstatt gehören.

Wie Fliegt der Goblin 500

Goblin

Wie fliegt sich nun der kleine edle Heli. Aufsteiger von RTF 450ern mit Paddelstange werden vom ersten Start an merken, das der Heli absolut das macht, was man von Ihm erwartet. Er setzt die Knüppelbewegungen einerseits sehr direkt in Lageänderungen um und auch die daraus resultierenden Bewegungen erfolgen prompt und nachhaltig. Auch wenn der Heli nicht sehr schwer ist und sich in der Luft „klein“ anfühlt wird er auch bei geringen Ausschlägen schon sehr schnell. Durch das Goblin typische Design kann man den Heli aber deutlich besser sehen, als andere Hubschrauber der 500er Größe.

Fazit

Die gute Sichtbarkeit, das geringe Gewicht und der leise Riemenantrieb haben mich von der ersten Minute an begeistert. Der Goblin ist ein Hubschrauber für Menschen die das besondere lieben und dabei nicht auf Perfektion verzichten möchten. Der Goblin 500 ist auf gar keinen Fall ein RC-Heli für Anfänger oder Fortgeschrittene die einen Single-Rotor Hubschrauber noch nicht sicher beherrschen. Dazu reagiert er zu direkt und will zu aktiv gesteuert werden.

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