Solo Pro 210 V5

Solo Pro 210 V5 - Foto M. Löffler

Solo Pro 210 V5 – Foto M. Löffler

Der Solo pro 210 V5 ist in Deutschland auch häufig unter dem Namen Draco V5 im Handel. Robbe Nennt das Modell in seinem Katalog so, gibt sich aber sonst kaum Mühe die Herkunft des kleinen Anfänger-Koaxial-Hubschraubers von Nine Eagle zu vertuschen. In jedem Falle erhält man einen Wohnzimmertauglichen Anfängerheli mit Doppelrotor zu einem äußerst Attraktiven Preis.

Was ist in der Schachtel

Das ist in der Packung - Foto M. Löffler

Das ist in der Packung – Foto M. Löffler

Öffnet man den kleinen Tragekarton in dem der Solo Pro geliefert wird, kommt eine 2-Schalige Verpackung aus transparentem, tiefgezogenen Kunststoff zum Vorschein, die sofort eine Übersicht über die mitgelieferten Komponenten ermöglicht. Alle Teile sind zwar gut sichtbar, dennoch ist das Freilegen der Komponenten mit etwas Fummelei verbunden. Die Verpackung wird also als spätere Transportverpackung für den Heli nicht so viel Freude machen wie die Styropoor-Variante der Mitbewerber. Hat man die Verpackung überwunden hält man einen blitzsauber konstruierten Micro-Koaxial-Heli, eine auf den ersten Blick etwas merkwürdig erscheinende Fernsteuerung, einen Akku, 4 Mignon-Zellen und einen kleinen Schraubenzieher. Die Packung enthält also alles was man für den Erstflug braucht. Das etwas verschrobene Design des kleinen Senders entpuppt sich bei näherem Hinsehen, als geniale Konstruktion. Zwar wird der Sender serienmäßig in der meist-benutzten Knüppelbelegung „Mode 2“ ausgeliefert, lässt sich aber durch einfaches lösen der Antenne mittels beiliegendem Schraubendreher und Neumontage auf der anderen Seite in einen „Mode 1“ Sender umwandeln. Der Sender „merkt“, dass er die Antenne jetzt auf der anderen Seite hat, also quasi umgedreht wurde und verhält sich ab sofort als Mode 1 Sender.

Wie fliegt der Solo Pro

Fliegen mit dem Solo Pro - Foto M. Löffler

Fliegen mit dem Solo Pro – Foto M. Löffler

Der beiliegende Flugakku wird innerhalb von rund 20 Minuten in einem mit einem Kunststoffdeckel verdeckten Schacht im Sender geladen. Den Ladestrom bezieht er ganz einfach aus den Senderbatterien. Ist der Akku voll erlischt die Ladekontrollleuchte am Sender. Achtung !!! Zum Laden muss der Sender eingeschaltet sein. Jetzt aber – Den Gasknüppel behutsam nach vorn geschoben hebt der kleine Koax Heli erstaunlich flink vom Schreibtisch ab und fliegt in tadelloser Anfänger-Hubschrauber-Manier. Zum Schweben auf der Stelle sind keine Steuerkorrekturen nötig und selbst heftige Knüppel-Akrobatik bring den mini Heli nicht in schwer beherrschbare Fluglagen. Lediglich die Reaktion auf den Gasknüppel erschien mir doch recht direkt für ein Anfängermodell, hier ist ein wenig feingefühl gefragt. Bei meinem Test-Exemplar musste das Heck minimal getrimmt werden, damit es Stand. Ein Bekannter der den Heli ebenfalls probeflog, kam auf Anhieb damit zurecht und machte unfreiwillig einen weiteren Test. Duch plötzliches Gas-wegnehmen fiel der Micro-Heli auch etwas mehr als 1m Höhe aufs Landegestell, was vollständig ohne Folgen blieb. Hier Zeigt es sich das Nine Eagles gut daran getan hat für das Landegestell einen verhältnismäßig weichen Kunststoff zu verwenden, der sich eher verformt, als zu brechen.

Fazit

Mit dem Solo Pro 210 V5 bekommen absolute Einsteiger ohne Vorkenntnisse einen Modellhubschrauber mit dem sich die grundlegenden Steuerbewegungen gut erlernen lassen. Dabei ist der Nine Eagles Heli deutlich günstiger als die 4-Kanal konkurrenz. Der günstige Preis macht sich jedoch kaum bemerkbar. Lediglich das Gas war beim Testexemplar etwas direkter und das Heck musste nachgetrimmt werden. Angesichts des Preises sind das minimale Abstriche, gegenüber Helis wie z.B. dem fast doppelt so teuren Blade mCX2. Insbesondere wenn man mit berücksichtigt, dass der Nine Eagles Heli zu den wenigen günstigen Anfänger Hubschraubern gehört, für die man im Fachhandel beinahe jedes Ersatzteil bekommt. Es fällt mir also nicht schwer eine klare Kaufempfehlung auszusprechen.

Solo Pro 210 - Foto M. Löffler

Solo Pro 210 – Foto M. Löffler

6 Gedanken zu „Solo Pro 210 V5

  1. Hallo,

    ich habe mir den Robbe Drago V5 von Conrad gekauft – nachdem ich diesen Testbericht hier gelesen habe 😉 . Der Heli fliegt auch eigentlich ganz gut aber ich schaffe es nicht das Teil wirklich ruhig stehen zu haben. Er dreht immer ganz leicht in der Horizontalen (Heck-Trimmung). Egal wie ich ihn trimme ist es immer ein Tick zu viel in die eine oder andere Richtung. Bin ich da zu „empfindlich“, ist das „normal“ bei dem Preis?

    Ich bin absolute Anfänger, daher wäre ich für jeden Tipp dankbar! 😉

    LG
    Holger

    • Ob „ganz leicht“ heißt Du bist zu empfindlich oder das Heck steht nicht richtig ist natürlich kaum zu beantworten. Ein Anfänger-Heli sollte natürlich nahezu still stehen, aber ein ganz Bisschen Steuern kann man dem Anfänger schon auch zumuten. Später merkst Du gar nicht mehr wenn du Steuerst, sondern das geschieht weitgehend automatisch. Also, wenn der Unterschied von einem Klick zwischen ganz leicht links und ganz leicht rechts wechselt, dann ist das wohl keine Reklamation. 😉

      • ok, danke dir! 😉

        Ich dachte mir schon, dass ich da ein wenig zu empfindlich bin… also heißt es jetzt: üben, üben, üben!!!

  2. Hallo Matthias Löffler,
    an dieser Stelle sei mal gesagt das dieser Beitrag bzw dieser Wegweiser in dieses tolle Hobby wunderbar von Dir beschrieben wurde und ich dank deinem Beirat den Weg in diesem Hobby gefunden habe, vielen Dank dafür. LG Michele Marotta

  3. Hallo ich habe so ein Anfängermodel jedoch hüpft er bei höherer Drehzahl nur rum. Wenn ich dann erhöhe hebt er paar Zentimeter ab schleudert stark und stürzt ab . Was mach ich falsch oder muß ich irgendwo was nachstellen?

    • Auch bei einem kleinen Heli muss natürlich vor dem Abheben gecheckt werden ob alles OK ist. Die Paddelstange muss leichtgängig sein, Alle Rotoren müssen sich frei und leicht drehen können. Alle Gestänge müssen korrekt sitzen. Ebenfalls wichtig ist: nach dem Anstecken des Akkus den Heli auf einer festen Unterlage ruhig stehen lassen bis sich der Gyro initialisiert hat. Dann sollte er fliegen.

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