Was heißt eigentlich Pitch, 3D, u.s.w.

Im Dezember 2016 wurde die Seite um eine Funktion erweitert, die es möglich macht Fachbegriffe anzuklicken und direkt eine Erklärung zu erhalten. Der Inhalt dieser Seite wurde erweitert und steht ab sofort unter: http://hubschrauber-ferngesteuert.net/glossar/ zur Verfügung.

Auf einer Seite über Ferngesteuerte Hubschrauber sammeln sich im Laufe der Zeit eine Menge Fachbegriffe an, deren Bedeutung sich nicht immer sofort erschließt. Deshalb hier die längst überfällige Liste der Fachbegriffe:

  • 3D – ist wohl einer der meist missbrauchten Begriffe bei Modellhubschraubern. Ursprünglich steht 3D für 3-Dimensional und das sind alle Modellhubschrauber und alle Modellhubschrauber bewegen sich auch im 3-dimensionalen Raum. Gemeint ist aber meistens eine besonders „wilde“ Art des Kunstfluges mit Modellubschraubern bei dem scheinbar die Schwerkraft außer Kraft gesetzt wird. In der Werbung werden viele Modelle für fortgeschrittene Anfänger mit dem Kürzel 3D beworben. Gemeint ist meist, das diese Pitchgesteuert sind.
  • 450er – Eine Baugröße von Modellhubschraubern mit ca. 700 mm Rotordurchmesser. Die Rotorblattlänge dieser Hubschrauber beträgt fast einheitlich 325 mm. Über die Herkunft der Benennung gibt es verschiedene Theorien. Tatsächlich gibt bei allen anderen Baugrößen eine 3 Stellige Zahl meist die Länge der Rotorblätter an. Klassisch werden 450er auch als mini Helis bezeichnet, da sie erheblich kleiner sind als die klassischen 30er 50er und 90er Modelle. Die 450er Baugröße hat durch den T-Rex 450 eine hohe Verbreitung erfahren.
  • 500er – Eine Baugröße von Modellhubschraubern mit ca.  500 mm Rotorblattlänge und einem daraus resultierenden Rotordruchmesser von gut 1 m. Obwohl es auch schon Verbrenner in dieser Klasse gab (30er) trat diese noch verhältnismäßig kompakte Klasse Ihren Siegeszug erst als Elektrohubschrauber an. 500er sind Ideale Hubschrauber für alle die schon fliegen können und sich einen Heli wünschen der etwas größer ist. Der Technische Aufwand und die Kosten werden beim 500er aber lange noch nicht so hoch wie bei den größeren Modellen. In den Vergangenen Jahren haben sich auch 550er als Klasse zwischen den 500er und 600er Helis etabliert.
  • 50er – Die klassische Bezeichnung für einen 600er. Helis dieser Baugröße wurden früher von einem Verbrennungsmotor mit 0.5 Kubikzoll ~ 8,2 ccm Hubraum angetrieben.
  • 600er – Diese früher auch als 50er bezeichneten Helis haben eine Rotorblattlänge von ca. 600mm und einen Rotordurchmesser von ca. 1,3 m. Die 600er sind sozusagen die kleineren „flull size“ Modellhubschrauber. Die meisten 600er wiegen flugbereit noch unter 5kg und können so, eine entsprechende Versicherung vorausgesetzt noch abseits von zugelassenen Modellflugplätzen geflogen werden.
  • 700er – Diese Baugröße hieß früher auch 90er und ist die größete reguläre Baugröße für Modellhubschrauber. Die Bezeichnung kommt von den rund 700 mm langen Hauptrotorblättern. Natürlich gibt es auch Helis, die noch größer sind, ein Standard konnte sich oberhalb der 700er aber nicht etablieren. Bereits 700er Helis sind, bis auf wenige Ausnahmen über 5 kg schwer und dürfen damit in Deutschland nur noch auf zugelassenen Modellflugplätzen geflogen werden.
  • 90er – Die alte Bezeichnung für 700er Helis. Hubschrauber dieser Baugröße wurden früher üblicherweise von einem 0.9 Kubikzoll ~ (16,4 ccm) Verbrennungsmotor angetrieben.
  • Blade – Übersetzt heißt das Wort Blade eigentlich „Klinge“. Im Englischen wird es aber auch für „Rotorblatt“ verwendet. Blade ist ein Markenname der Firma HORIZON Hobby und eine der größten Marken für Micro und Einsteiger-Hubschrauber. Die Marke hat sich durch viele Innovationen und eine gute Qualität einen Namen gemacht.
  • Brushed (Motor) – Heißt nichts weiter als Bürstenmotor. Achtung !!!! Manchmal wird mit diesem Wort in Der Werbung versucht zu verschleiern, dass das Modell einen billigen Bürstenmotor besitzt. Bei allem was mehr als ~ 30-40 cm Rotordurchmesser hat sollte der Motor für den Hauptrotor ein Brushless Motor sein.
  • Brushless (Motor) – Heißt auf deutsch bürstenlos. Brushless Motoren sind im Prinzip Drehstrommotoren. Der „Drehstrom“ wird von einem entsprechenden Drehzahlsteller bzw. Regler erzeugt. Diese Motoren sind, außer bei Micro-, bzw Zimmerhelis standard und ab der 250er Klasse „Pflicht“. Sie haben prinzipbedingt einen höheren Wirkungsgrad als Bürstenmotoren und durch die fehlenden „Bürsten“ sind sie nahezu verschleißfrei.
  • CA – Abkürzung für Cyanacrylat, der Hauptbestandteil von Sekundenkleber. Dieser ist bei manchen Hubschrauberbausätzen zum Kleben von Chassisteilen vorgesehen. CA Kleber hat die unangenehme Eigenschaft sofort überall zu kleben wo er nicht soll und einen hässlichen weißen Niederschlag auf allen Teilen zu erzeugen. Er sollte daher so sparsam wie möglich verwendet werden.
  • Collective Pitch (CP) – Die englische Bezeichnung für Kollektive Blattverstellung siehe dort.
  • CCPM – Ist die Abkürzung für: cyclic collective pitch mixing. Auf deutsch Mischung von kollektiver und zyklischer Blattverstellung. Dabei wird die Taumelscheibe von meist 3 im 120° Winkel angeordneten Servos angesteuert, die zusammen in der Lage sind die Taumelscheibe sowohl zu neigen (Roll und Nick) als auch zu heben oder zu senken. (Steigen und Sinken). Die Mischung der Ausschläge an den 3 Servokanälen erfolgt bereits im Sender bzw. bei neueren Flybarless Hubschraubern im Flybarless System. Bei einem CCPM Hubschrauber ist daher eine Computerfersteuerung notwendig. Alle modernen „3D“ bzw pitchgesteuerten Helis haben eine CCPM Taumelscheibenanlenkung.
  • Coreless (Motor) – Als Coreless werden Glockenankermotoren bezeichnet. Dies sind im prinzip Bürstenmotoren. Allerdings bewegt sich bei dieser besonderen Bauform die kernlose Wicklung (daher der Name) um einen feststehenden Magneten. Coreless Motoren sind verhältnismäßig aufwändig in der Fertigung, haben aber aufgrund der geringen Rotormasse ein sehr gutes Ansprechverhalten. Sie werden deshalb gerne in Servos und als Motoren für Micro Helis eingesetzt. Bei sehr kleinen Motoren Ist ihr Wirkungsgrad nicht schlechter als der von Brushless Motoren.
  • Drehzahlgesteuert – Bei einem Drehzahlgesteuerten Heli, bzw Heckrotor, wird der Schub durch ändern der Rotordrehzahl beeinflusst. Dieses Verfahren kann beim Hauptrotor und beim Heckrotor zum Eisatz kommen. Es ist technisch einfacher zu realisieren als eine Kollektive Blattverstellung und führt oft zu einem für Anfänger leichter beherrschbaren Flugverhalten. Da die Reaktion auf Steuerbefehle jedoch mit einer gewissen Verzögerung einsetzt, sind größere Modellhubschrauber kaum noch Drehzahlgesteuert sondern Pitchgesteuert.
  • Drehzahlsteller – Der Drehzahlsteller ist eine Elektronische Baugruppe mit der die Drehzahl des Motors verändert werden kann. Dies geschieht durch as ein und ausschalten es Stroms in sehr schneller Folge. Damit dieses schnelle „ein-aus“ für den Motor ohne schädliche Folgen bleibt muss die Frequenz mit der dies geschieht sehr hoch, d.h. im Kilohertz Bereich also mehr als 1.000 mal pro Sekunde sein. Drehzahlsteller für Brushless Motoren verwandeln den Gleichstrom des Akkus gleichzeitig in Drehstrom für den Motor. Sie sind an den 3 Motorkabeln zu erkennen, wärend Drehzahlsteller für Bürstenmotoren nur 2 Motorkabel haben. Oft werden Drehzahlsteller auch als Regler bezeichnet, obwohl ein Regler eigentlich eine andere Funktion hat. -> Siehe Regler 
  • ESC – Eine Abkürzung für „electronic speed controller“ auf deutsch Drehzahlsteller. Mit der „escape“ Taste auf dem PC hat dies nichts zu tun.
  • Fixed Pitch – bezeichnet einen fest vorgegebenen Anstellwinkel der Rotorblätter. Fixed Pitch Hubschrauber (FP) sind daher immer drehzahlgesteuert.
  • Flybarless – heißt ohne Flybar also ohne Paddelstange. Diese einfach Bauform des Rotors hat sich in den letzen Jahren durchgesetzt. Die Funktion der Paddelstange übernimmt eine Elektronik das Flybarless System. Flybarless aufgebaute Hubschrauber lassen sich exakter steuern und verbrauchen weniger Strom als solche mit Paddelstange. Außerdem ist der Aufbau und auch die Reparatur einfacher.
  • Flybarless System – Das Flybarless System ist eine Elektronische Schaltung die mehrere Gyros enthält und so erkennt ob sich die Fluglage eines Hubschraubers verändert. Die Elektronik Steuert alle Servos und teilweise auch den Drehzahlsteller so, dass der Hubschrauber unabhängig von äußeren Einflüssen die Lage einnimmt, die an der Fernsteuerung gesteuert wurde. Sie ist kein Autopilot, denn Wind und Bodeneffekt, sowie Pitch müssen weiterhin manuell gesteuert werden. Das Flybarless System gleicht lediglich Aerodynamische und andere Flugphysikalische Effekte des Hubschraubers aus.
  • Gasgerade – Siehe Gaskurve
  • Gaskurve  – Bei einem Pitchgesteuerten Hubschrauber wird das Steigen und sinken durch mehr oder weniger starktes Anstellen der Hauptrotorblätter erreicht. Je höher der Anstellwinkel ist, desto höher ist jedoch auch die zum Antrieb des Hauptrotors benötigte Motorleistung, oder anders ausgedrückt, desto höher ist das zum halten der Drehzahl nötige Drehmoment. Soll die Drehzahl des Rotors stabil bleiben muss also bei 0° Pitch am wenigsten Gas gegeben werden und bei maximaler positiver oder negativer Pitch am meisten. Da der Pilot beim Fliegen bereits 4 Funktionen (Nick, Roll, Gier und Pitch) steuern muss, wird das Gasservo, bzw. der Drehzahlsteller über eine vom Pitchknüppel abhängige Funktion gesteuert. Wie viel Gas bei welcher Stellung des Pitchknüppels gegeben werden soll, wird in der Gaskurve eingestellt. Diese ähnelt normalerweise einem platten V. Moderne Hubschrauber, egal ob Verbrenner oder Elektro verfügen aber über einen Governor. Dieser regelt das Gas selbstständig. In diesem Falle ist die Gaskurve eine Gasgerade. ____
  • Gier – Als Gier bezeichnet man beim Hubschrauber das Steuern um die Hochachse. Normalerweise wird dies durch mehr oder weniger starkes Anstellen der Blätter des Heckrotors erreicht. Bei kleinen Modellen häufig auch durch drehzahländerung des Heckrotors oder bei Koaxial-Helis durch eine Drehzahldifferenz zwischen den beiden Hauptrotoren.
  • Governor (mode) – Der Governor ist eine Elektronische Schaltung die für eine konstante Drehzahl des Hauptrotors sorgt. Governor Schaltungen gibt es für Verbrenner- und Elektro Helis, wobei bei den E-Helis der Governor fast immer im Drehzahlsteller untergebracht ist. Ein Drehzahlsteller mit eingebautem Governor (Governor Mode) oft auch als Heli-Regler bezeichnet, ist dann tatsächlich ein Regler bzw. Drehzahlregler. Der Governor Mode wird entsprechend auch auf Deutsch Regler-Mode genannt.
  • Gyro – Ein Gyroskop ist eine Elektronische Schaltung, die eine Drehbewegung erkennt und ein Gegensteuern automatisch vornimmt. In jeden Modellhubschrauber sollte heute mindestens ein Gyroskop eingebaut sein und zwar für die Gier-Funktion bzw. den Heckrotor. Wirbt ein Heli-Hersteller damit, dass ein Gyro eingebaut ist, so sollte man vorsichtig sein, denn das ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Ohne Gyro für die Gier-Funktion, ist ein Hubschrauber nur extrem schwer, für Anfänger gar nicht, fliegbar. Moderne Flybarless Hubschrauber verfügen über mindestens 3 in eine entsprechende Elektronik eingebaute Gyros.
  • Haftplficht – Modellhubschrauber die in Deutschland den Luftraum nutzen unterliegen einer Versicherungspflicht. Nach dem Gesetz beginnt der Luftraum einen gedachten Millimeter über dem Boden wenn man sich im Freien befindet. Ob sich der Luftraum über einem Privatgrundstück oder Öffentlichem Grund befindet ist dabei erst mal unerheblich. Die Luft in geschlossenen Räumen ist kein Luftraum in diesem Sinne. Egal wie klein das Modell ist, es benötigt also, wenn es draußen fliegt eine Haftpflichtversicherung. Viele-Privat Haftpflicht-Versicherungen enthalten zwar einen Passus, das Modellflugzeuge bis zu einem bestimmten Gewicht mit versichert sind, jedoch häufig mit der Einschränkung, „wenn keine Versicherungspflicht besteht“ da für unsere Modellhubschrauber aber eine Versicherungspflicht besteht. Muss dafür fast immer eine gesonderte Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Am bequemsten geht dies über eine Einzelmitgliedschaft im DMFV. Achtung eine Zusatzversicherung nach Form II (~ 15,- € pro Jahr) ist eigentlich immer erforderlich.
  • Heading Hold /Heading Lock – Moderne Gyros bzw. Kreisel werden eigentlich nur im Heading Hold Modus betrieben. In dieser Betriebsart steuert die Elektronik so stark gegen, dass die Position des Hecks immer stabil bleibt. Auch ein schnelles Seitwärts fliegen fürt nicht dazu, das sich das Heck des Hubschraubers wie eine Windfahne mit dem Fahrtwind dreht. Ein solches Verhalten würde im Dämpfungs-Mode auftreten, ist aber schwieriger beherrschbar.
  • Heckrotor – Der Heckrotor beim Hubschrauber gleicht das Drehmoment des Hauptrotors aus. Ein Hubschrauber ohne Heckrotor oder entsprechende Einrichtung würde sich wie ein Kreisel in der Luft drehen. Der Heckrotor wird auch zum Steuern um die Hochachse (Gier) verwendet.
  • Hiller Hilfsrotor – wird meist als Paddelstange oder Flybar bezeichnet. Die Funktion ist unter Paddelstange erklärt.
  • Koaxial – Bei einem Koaxial Hubschrauber drehen sich zwei Hauptrotoren gegenläufig um zwei ineinander laufende Wellen. Koaxial Hubschrauber brauchen aufgrund ihrer Bauart keinen Heckrotor und verfügen über einen besonders stabilen Schwebflug. Sie sind daher für absolute Anfänger erste Wahl. Allerdings sind Koaxial Hubschrauber unabhängig von der Größe sehr windempfindlich und können im Prinzip nur in geschlossenen Räumen geflogen werden.
  • Kollektive Blattverstellung – Bei der kollektiven Blattverstellung werden alle Blätter des Rotors (oder Heckrotors) gleichzeitig im Anstellwinkel verstellt. Dadurch kann ohne Drehzahländerung der Schub verringert, vergrößert oder sogar umgekehrt werden. Hubschrauber mit Kollektiver Blattverstellung sind für den Kunstflug, einschließlich Rückenflug geeignet, sind aber für Anfänger schwieriger zu beherrschen, als drehzahlgesteuerte Fixed Pitch Helis.
  • Kreisel – Die Gyroskope kurz Gyro, die im Modellhubschrauber zur Vereinfachung des Steuerns eingebaut sind, werden häufig noch als Kreisel bezeichnet. In den Frühzeiten des Heli Modellbaus machte man sich tatsächlich den Kreiseleffekt für solche Steuerhilfen zu nutze.
  • LiPo – Ist die in Deutschland im Modellbau gebräuchliche Abkürzung für Lithium-Polymer Akkus. Lithium Polymer Akkus sind eine Sonderform des Lithium Ionen Akkus bei dem das Elektrolyt in einem Polymer festgelegt ist. Diese auch in Handys eingesetzten Akkus kommen anders als viele andere Typen nicht in Becherform, sondern als flache Pakete auf den Markt. LiPo Akkus haben in den letzten Jahren eine Leistungsfähigkeit erreicht, die sie zur quasi einzigen in Frage kommenden Stromquelle für Elektro Modellhubschrauber machen. Dabei ist es übrigens völlig unerheblich ob der Hubschrauber einen Brushless Motor oder einen Bürstenmotor hat.
  • Mode (1,2,3,4) – Ein Hubschrauber wird über 4 direkte Funktionen gesteuert (Nick, Roll, Pitch und Gier). Diese liegen an der Fernsteuerung auf 2 Kreuzknüppeln. Da es 4 sinnvolle Möglichkeiten gibt diese 4 Funktionen auf die 4 Achsen zu verteilen (rein mathematisch sind es 24 Möglichkeiten) gibt es auch 4 Steuermodi (engl. modes) Der weitaus verbreitetste Mode ist hierbei der Mode 2: Pitch und Gier links / Nick und Roll rechts. In Deutschland hat auch noch der Mode 1 eine gewisse Bedeutung, bei dem das Gas und die Nickfunktion gegenüber dem Mode 2 vertauscht sind. Die Wahl des Modes sollte nicht davon abhängig gemacht werden ob man Rechts- oder Linkshänder ist. Wer unsicher ist, was er nehmen soll nimmt Mode 2, wer einen Fluglehrer hat der Mode 1 fliegt nimmt Mode 1. Mode 3 und Mode 4 sind etwas für Extravagante und machen im Modellfliegerleben nur Probleme.
  • Nick – Die Nickfunktion sorgt dafür, dass der Heli vorwärts und Rückwärts fliegen kann.
  • Nitro – Verbrennungsmotoren in Modellhelikoptern sind fast immer Glühzünder und nicht wie manche vermuten Benzinmotoren. Glühzündermotoren laufen mit einem Kraftstoff der aus Methanol, Nitromethan und Schmieröl besteht. Wegen des im Kraftstoff enthaltenen Nitromethans werden die Motoren manchmal auch als Nitro Motoren (nitro Engines) bezeichnet.
  • Paddelstange – wird auch als Flybar oder Hiller Hilfsrotor in einem klassischen Rotorkopf bezeichnet. Die Paddelstange wirkt wie ein mechanischer Kreisel auf die zyklische Blattverstellung und stabilisiert so den Schwebflug. Im Vorwärtsflug führt der Kreiseleffekt aber auch zu einem Aufbäumen und herausdrehen. Aus diesem und anderen Gründen werden die meisten neuen Heli-Modelle flybarless gebaut.
  • Pitch – Mit Pitch wird der Anstellwinkel der Rotorblätter bezeichnet. Ein Hubschrauber wird über die zyklische und zum Teil auch kollektive Verstellung dieses Anstellwinkels gesteuert. Oft ist mit dem Schlagwort Pitch oder Pitch-Heli die Tatsache gemeint, das ein Hubschrauber nicht Drehzahlgesteuert ist, sondern über eine Kollektive Blattverstellung hat.
  • Pitchgesteuert – Obwohl auch ganz einfache Anfängerhubschrauber über eine Zyklische Blattverstellung verfügen, und damit streng genommen Pitchgesteuert sind, ist damit ausschließlich die Kollektive Blattverstellung gemeint. Ein Pitchgesteuerter Haupt- oder Heckrotor kann also den Schub ohne Änderung der Drehzahl steigern, verringern oder sogar in die Gegenrichtung umsteuern. Pitchgesteuert wird also in der Bedeutung von nicht drehzalgesteuert verwendet.
  • Pitchkurve (Pitch Curve) – Mit der Pitchkurve ist die Funktion in einem Sender gemeint, die den Grad der Kollektiven Rotorblattverstellung im Verhältnis zur Stellung des Pitchknüppels bestimmt. Häufig ist dies eine Gerade mit der Funktion y=x also keine Kurve.
  • Regler – Häufig wird der Drehzahlsteller (ESC) im Elektro-Heli als Regler bezeichnet. Wird er im Governor Mode betrieben, dann regelt er tatsächlich auch die Drehzahl des Motors indem bei Fluglagen die ein höheres Drehmoment erfordern „mehr Gas“ gibt.
  • Rigid – Als Hubschraubermodelle ohne Paddelstange, also flybarless, noch in den Kinderschuhen steckten wurden diese häufig auch als Rigid bezeichnet. Einer der bekanntesten Edelhubschrauber der Henseleit TreeDee rigid trägt den Umstand, das er einen Paddellosen Kopf hat sogar im Namen.
  • Roll – Die Rollachse des Hubschraubers ist die Längstachse. Mit der Rollfunktion wird der Heli als nach rechts und Links seitwärts gesteuert oder in eine Kurve geneigt.
  • Servo – Die Servos, etwas altmodischer auch Rudermaschinen genannt, erhalten vom Empfänger die Steuersignale der Fernsteuerung und setzen diese in eine mechanische Steuerbewegung um. Sie enthalten einen kleinen Elektromotor, ein Getriebe und eine Elektronik. Servos sind in sehr verschiedenen Preis- und Qualitätsstufen auf dem Markt. Ein einzelnes Heckservo für einen Hubschrauber kann von wenigen Euro bis zu weit über 100,- € kosten. Die Anforderungen an Servos für Modellhubschrauber sind sehr hoch, sie müssen schnell, stark und spielfrei sein.
  • Single Rotor – Ein Hubschrauber mit nur einem Hauptrotor wird als Single Rotor bezeichnet. Benutzt wird diese Bezeichnung zur Abgrenzung gegenüber Koaxial Helis, also haupsächlich im Bereich der Anfänger Hubschrauber.
  • Spektrum – Spektrum ist eine Marke der Firma HORIZON Hobby. Unter dieser Marke
  • T-Rex (450) – Die Modellhubschrauber der Marke Align aus Taiwan heißen T-Rex. Der T-Rex 450, ein 450er Heli der Marke dürfte der meistgebaute Modellhubschrauber der Welt sein, aber auch die größeren Modelle sind sehr häufig auf Modellflugplätzen anzutreffen.
  • Verbrenner – Hubschrauber mit Verbrennungsmotor sind inzwischen relativ selten geworden, dabei haben die meisten Verbrenner nicht wie oft angenommen, einen Benzinmotor, sondern in der Regel einen 2-Takt Glühzündermotor. Das Thema Verbrenner behandele ich intensiv in einem gesonderten Beitrag 
  • Zyklische Blattverstellung – Als zyklische Blattverstellung bezeichnet man den Vorgang bei dem das Rotorblatt wärend seines 360° Umlaufes um die Welle den Anstellwinkel im Laufe seines Weges um die Welle verändert. So ist der Anstellwinkel beispielsweise höher während das Blatt das Heck des Helis passiert und geringer wenn es vorn „vorbeikommt“, wenn der Heli nach vorn nicken soll. Sowohl Pitchgesteuerte Hubschrauber, als auch Drehzahlgesteuerte (fixed Pitch) Helis werden durch diese Zyklische Blattverstellung gesteuert.

 

3 Gedanken zu „Was heißt eigentlich Pitch, 3D, u.s.w.

  1. Hallo!

    Vielen Dank für die tollen Infos. Es steck eine menge Arbeit in dieser Homepage, die wirklich sehr hilfreich ist. Also, vielen Dank dafür!

    Viele Grüße
    Thomas

  2. Hallo Matthias,
    vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen der Begriffe.
    Ich bin Anfänger auf dem Gebiet RC-Flugzeuge, bzw. -Helis.
    Zwar von Beruf Elektroniktechniker, aber diese Fachbegriffe lernt man
    ja sonst nicht, wenn nicht von hilfsbereiten „Insidern“.
    Super!!

    Viele Grüße,
    Arndt Ament

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